Allgemein

Warum Reisen für Kinder wertvoll sind

Alle Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Natürlich auch die, die mit ihren Kindern verreisen. Und sicherlich auch die, die nicht verreisen weil sie eben der Meinung sind sie möchten das ihren Kindern nicht „zumuten“. In dem Thema steckt eine Menge Diskussionspotential. Fällt mir besonders dann auf, wenn ich anderen Eltern von unseren Reisen erzähle. Das ist auch einer der Hauptgründe warum ich diesen Blog gestartet habe. Ich möchte zeigen DASS ES GEHT und sogar dass es eine Bereicherung ist, für Eltern und Kinder. Natürlich wird es immer Menschen geben die sowieso nicht gerne reisen und sowieso anderer Meinung sind, aber das ist auch okay so.
Ich muss dazu sagen, es war für mich ein langer Entwicklungsprozess bis ich hier angekommen bin und so entspannt mit den Reise -Situationen umgehen kann, wie ich das heute tue.

Mit meinem ältesten Sohn bin ich das erste Mal ins Flugzeug gestiegen als er vier Jahre alt war. Und da war ich extreme nervös. Der Flug ging nach Mallorca, also nicht wirklich ein großes Abenteuer 🙂 Heute fliegen wir mit unserem Kleinsten nach Asien, Afrika und es läuft für mich und für Lucas ohne jeglichen Stress ab. Aber was ist passiert dass sich meine Einstellung dazu so geändert hat? Darüber will ich euch gerne mehr erzählen.

 

DSC00641 (2)

DSC00791

DSC00135

 

Da Bilder manchmal mehr sagen als tausend Worte, habe ich an dieser Stelle ein paar Fotos eingefügt 🙂

Natürlich hat meine Entwicklung vor allem damit zu tun dass ich immer mehr gesehen und gefühlt habe, dass es unseren Kindern gut geht wenn wir reisen. Sie sind naturgemäß neugierig, wollen alles sehen, alles wissen und freuen sich jedes Mal aufs Neue wenn es heißt; es geht wieder los. Die Kinder waren oftmals entspannter als ich es war und haben sich auf die Reisen eingelassen. Auf unserem Kuba Rückflug ist der Flieger mit acht Stunden Verspätung in Havanna gestartet. Das Doofe daran; wir sollten eigentlich um 22 Uhr fliegen und mussten somit die ganze Nacht am Flughafen verbringen. Während ich noch am Grübeln war, wie wir das jetzt wohl mit vier Kindern im Schlepptau anstellen wollen, lag unserer Kleiner schon schlafend im Buggy…. und ob ihr es glaubt oder nicht, dort lag er auch noch als wir kurz nach fünf Uhr morgens ins Flugzeug eingestiegen sind.
Unsere Großen breiteten sich längs über die Sitzreihen im Flughafen aus und machten ebenfalls die Augen zu.

In meiner Recherche im Internet zu Reisen mit Kindern, bin ich auf diese Studie gestoßen die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Für mehr Info dazu, klickt einfach hier.  Dieser Artikel zu der Studie wurde auf travelbook.de veröffentlicht.

Reisen sind für Kinder wertvoller als Spielzeug. Wie kann das sein? Wo man doch als reisende Eltern bisher verschrien war, als Egoisten die vor allem nur an sich denken. Kinder die vom Kleinstkinderalter an, bis zum Schulantritt auf Reisen waren, erzielten im Durchschnitt bessere Schulergebnisse, sind naturgemäß neugieriger und können sich besser konzentrieren. Die britische Kinderpsychologin Margot Sunderland vertritt die These, dass gemeinsame Reisen die Gehirnentwicklung von Kindern positiv beeinflusst.

Auf allen unseren Reisen haben wir uns vorher genau überlegt ob lange Flüge, längere Busfahrten etc. den Kindern zuzumuten sind. Wir haben alles so organisiert und geplant dass es unserer Meinung nach, nicht zu viel wird für unsere Kinder. Und tatsächlich kann ich die Studie aus eigener, persönlicher Erfahrung bestätigen. Unser kleinster Sohn, der wirklich schon von Anfang an überall dabei war, hat es leichter mit neuen Situationen umzugehen als mein Mika. Er ist offener und hat weniger Angst. Auch ich persönlich habe mich durch das Reisen verändert. Mein Denken und meine Sichtweise auf viele essentielle Dinge im Leben hat sich geändert. Sei es in der Arbeit wenn schwierige Situationen auftreten oder geht es darum, mit Schicksalsschlägen umzugehen, die einfach jeder von uns irgendwann erlebt.
Und warum ist das so? Weil man mit anderen Kulturen, Religionen und anderen Lebensweisen konfrontiert wird. Auch manchmal mit Armut. Und mit Menschen die trotzdem das Beste aus ihrem Leben machen! Somit eröffnet sich doch auch für einen selbst ein anderer Blickwinkel. Man lernt vieles mehr wertzuschätzen.  Ich schließe daraus, wenn diese verschiedenen Eindrücke einem Kind in seiner Entwicklungsphase mitgegeben werden, so kann der kleine, junge Mensch diese offen Denkweise doch viel leichter in sein späteres Leben integrieren.
Natürlich wünsche ich mir von Herzen dass es meinen Kindern gut geht, dass sie alles haben was sie für ein gutes Leben brauchen. Aber dennoch möchte ich ihnen mitgeben dass vieles NICHT selbstverständlich ist und dass es wichtig ist, wertzuschätzen was man hat.

 

Kommentar verfassen