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Roadtrip Namibia

Früh morgens am 01. Juni sind wir in Windhoek gelandet. Als wir aus dem Flugzeug ausstiegen, war es noch dunkel und ich hab mich erst einmal erschrocken wie kalt es war. Vielleich 14°C, viel wärmer konnte es kaum sein. Schnell schnell haben wir auf dem Weg zur Passkontrolle unserem Kleinen seine Jacke raus gekramt und angezogen. In Frankfurt weg geflogen, war es Sommer und warm.
Wir haben diese Reise etwas anders geplant wie die üblichen Routen durch Nambia organisiert werden. Die Lodgets waren nicht so verfügbar wie wir das gerne gehabt hätten. Also mussten wir nach dem wir unser Auto abgeholt hatten erst einmal vier Stunden zu unserer Unterkunft fahren. So bekamen wir aber schon den ersten Eindruck von diesem großen, weiten und dünn besiedelten Land.

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Namibia besteht zu 80% aus Wüste. Der Name des Staates leitet sich von der Namib Wüste ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Ab 1884 bis zum Ende des ersten Weltkrieges war das Land eine deutsche Kolonie. Namibia hat etwa 2,1 Mio Einwohner und 18% davon leben unter der Armutsgrenze. Es hat eine stabile parlamentarische Demokratie und die Wirtschaft ist stark durch Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau geprägt. Es gibt eine Hauptstraße die durch Namibia führt und geteert ist. Die restlichen Straßen sind Schotterpisten.
Wir hatten ursprünglich einen kleineren Renault vier Rad Antrieb gebucht und bekamen ein Upgrade auf einen Ford 4×4. Zum Glück, muss man sagen. Ich kann jedem empfehlen der plant nach Namibia zu reisen, ein großes Auto zu reservieren und definitiv eins mit Allrad Antrieb.

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Unsere Reise ging also erst einmal zum Etosha. Dieser riesige Nationalpark hat einiges zu bieten, wenn es um Tiere in freier Wildbahn geht. Unser Kleiner war schwer begeistert von den frei lebenden Elefanten, Giraffen, Zebras usw. die man alle tatsächlich aus nächster Nähe beobachten kann. Die Tiere sind so an die vorbei fahrenden Autos gewöhnt, wir wurden meistens keines Blickes gewürdigt. Zu den drei Tagen Safari bekommt ihr noch einen separaten Artikel zu lesen da wir hier einfach enorm viel erlebt haben.

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Vom Etosha fuhren wir hoch, bis kurz vor die Grenze Angolas, nach Sesfontein. Diese „Stadt“ war die letzte und nördlichste Bastion der deutschen Armee in der Kolonialzeit von Namibia. Die Lodge in der wir untergebracht waren hieß: Khowarib Lodge. Zu den einzelnen Lodgets in Namibia werde ich euch außerdem noch einen Artikel zusammen fassen. Welche wir gut fanden, was weniger toll war und was uns andere Reisende von ihren Erfahrungen erzählt haben.
Mitten im Nirgendwo, umringt von Bergketten lag die Khowarib Lodge direkt neben einem kleinen Fluss. Dass Trink- u. Duschwasser kam aus 12m Tiefe. Das Badezimmer selbst war im Freien und mein Mann war begeistert 🙂 Die Einfachheit und Abgeschiedenheit hatte etwas surreales für uns. Denn noch erlebten wir hier drei emotionale Tage und als wir weiter reisen mussten, war ich tatsächlich ein bisschen traurig. Dass Essen und der Service auf der Lodge waren top! Es gab weder Internet noch TV und die einzige Beschäftigung abends nach dem Essen war, zu zweit am Lagerfeuer zu sitzen und die unglaublich vielen Sterne zu beobachten.
Von der Khowarib Lodge wurde für uns ein Besuch der Hereros und Himbas organisiert. Über dieses Erlebnis werde ich euch auch noch einen separaten Artikel online stellen. Wir hatten einen Übersetzter dabei und daher konnte ich mich lange mit einer der Himba Frauen austauschen, wie sie lebt, wie sie liebt und wie sie als Mutter ihre Kinder erzieht.

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Ein bisschen traurig, ging es nach drei Tagen weiter. Eine lange Fahrt nach Swakopmund (zurück in die Zivilisation) lag vor uns. Da wir an der Skeleton Coast entlang mussten, hatten wir 10 Flaschen Wasser und drei Lunchpakete dabei. Nur für den Fall des Falles dass wir in dieser gottverlassenen Gegend liegen bleiben.

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Zum Glück passierte unser Ford 4×4 aber die Wüste problemlos und nach sechs Stunden Autofahrt kamen wir in Swakopmund an. Der Plan war, hier vier Tage zu bleiben. Im Sea Breeze Guest House, wurden wir herzlich empfangen und bekamen jeder Unterstützung und Information die wir brauchten um Swakopmund zu erkunden.

Der Name „Swakomund“ wird von dem Fluss „Swakop“ abgeleitet, an dessen Mündung die Stadt liegt. Historische Bedeutung erlangte sie unter der deutschen Kolonialherrschaft, als Teil der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und als wichtigster Hafen für Einwanderer aus Deutschland. Daher ist Swakopmund die wohl deutscheste Stadt Namibias. Sie liegt am sehr kalten, atlantischen Ozean und bietet wirklich tolle Restaurants. Einige haben wir probiert, am besten gefallen hat uns das „The Tug“
Interessanterweise waren wir sonntags dort und erlebten einen „shout down“. Die Gastrubine die die Stadt mit Strom versorgt wurde zur Wartung abgeschalten und so hatten wir übern den kompletten Sonntag ab 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends keine Elektrizität.

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Weiter ging es wieder hinein in die Wüste nach Sessriem/ Sossusvlei. Wir hatten eine Lodge etwas außerhalb des Sossusvlei Parks gebucht. Solltet ihre einmal Namibia besuchen wollen, ist dieser Park natürlich ein Muss, mit seinen sichelförmig aufgetürmten, rötlich schimmernden Sanddünen. Inmitten der Namib Wüste, befindet sich die zwei landschaftliche Highlights: das Sossusvlei und das Dead Vlei. Man findet hier die höchste Düne der Welt, in der ältesten Wüste der Welt 🙂

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Der Dead Vlei ist ein ausgetrockneter See und sieht, mit den mittlerweile toten, tausend jährigen Bäumen etwas gespenstisch aus.

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Die letzten drei Tage vor unserem Rückflug konnten wir in der Eningu Lodge entspannen . Ideal um eine Namibia  Reise zu beginnen oder zu beenden, da in der Nähe des Flughafens gelegen. Betrieben wird die Lodge von einer symphatischen Schweizerin, die mittlerweile in Namibia verheiratet ist.

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Wir waren drei Wochen in Namibia unterwegs und haben viel erlebt. Daher möchte ich gerne noch weiter Artikel online stellen und in denen ausführlicher berichten. Dieser soll erst einmal einen kurzen Überblick geben, wie unsere Route durch Namibia verlief und was wir so alles gamcht haben. Also bleibt noch ein bisschen bei mir und schaut ab und zu vorbei.

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