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Casa Particular in Havanna

Da Kuba ein kommunistisch organisiertes Land ist, gab es bis vor Kurzem keinerlei Privatwirtschaft. Jeder Arzt hatte das selbe Einkommen wie ein Zimmermädchen im Hotel und alle Unternehmen waren komplett verstaatlicht. Im Zuge der Öffnung von Kuba in Richtung der westlichen Welt, wurden auch kleiner privatwirtschaftliche Verdienstmöglichkeiten für die kubanische Bevölkerung geschaffen. Seid mehreren Jahren können die Kubaner privat Zimmer an Touristen vermieten. Sogenannte „Casa Particular“.

Wie kamen wir überhaupt darauf in Havanna eine Casa zu buchen und kein Hotel?

Zum einen ist es uns wichtig individuell zu reisen und zum anderen wollen wir Land und Menschen näher kommen. Außerdem ist es uns ein Anliegen dies auch unseren Kindern zu zeigen. Wir sind der Meinung es ist bedeutsam in deren Entwicklung und Erziehung, zu begreifen, dass es auch ein (anderes) Leben außerhalb von Europa gibt. So begeben wir uns immer vor einer Reise auf die Suche nach Möglichkeiten das Land hautnah zu erleben. Der erste Schritt ist hier tatsächlich immer der Der Lonely Planet Reiseführer. Anhand dieses Buches orientieren wir uns anfangs.

Dort wird zum Beispiel empfohlen die zu teuren Hotels (ca. 200€ p.Nacht) einzutauschen gegen die Casas Partikular (ca. 40€ p.Nacht).

In Havanna selbst kamen wir somit in der Casa von Vincente und Alina unter. Diese Unterkunft sowie viele weitere Casas kann man zum Beispiel über mycasaparticular.com buchen. In Booking.com haben wir sie nicht gefunden. Die Reservierung der Casas ist nicht immer ganz einfach da es über staatliche, kubanische Portale abgewickelt wird. Trotzdem findet man die Casas auch zum Beispiel über Booking.com.  Dort gibt es einige verfügbare Casas die man reservieren kann. Empfehlenswert ist zum Beispiel auch noch die Casa Xiomy. Ebenfalls mitten in der Altstadt.

Es ist außerdem eine sehr gute Möglichkeit die kubanische Bevölkerung zu unterstützen. Nur wenn zahlende Touristen kommen und auch deren Zimmer mieten, haben sie ein zusätzliches Einkommen.

Wir konnten bei Vincente eintauchen in das kubanische Leben. Die Kubaner lieben Kinder und Lucas durfte sich in dem ganzen Haus komplett frei bewegen. Ihm waren sogar die privaten Räumen und die Küche gestattet. Vincente war immer bemüht zum Frühstück oder Abendessen auch etwas für ihn anzubieten. Vom Flughafen wurden wir ebenfalls durch ihn abgeholt sowie zurück gebracht da wir am Beginn und am Ende unsere Reise dort übernachtet haben.

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Die Casa war inmitten der Altstadt und so hatten wir hier sehr gut die Möglichkeit Havanna zu Fuße zu erkunden.

 

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Wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, für uns wieder unverzichtbar; unsere Babytrage.

Alles in allem waren die Casas für uns optimal. Die Vermieter waren sehr bemüht uns alles so angenehm wie möglich zu machen. Und 40€ pro Nacht und Zimmer ist ein unschlagbarer Preis!
Für Lucas haben wir nichts extra bezahlt. Er hat in unserem Zimmer geschlafen, hatte aber ein eigenes Bett. Auch für das Essen war er komplett frei.

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